Männer und Angelurlaub – 4 Tage im November 2019 – Der zweite Angeltag

Männer und Angelurlaub – 4 Tage im November 2019 – Der zweite Angeltag

Der zweite Angeltag – Donnerstag 14. November bei Refsgård Put and Take

Am nächsten Morgen machten wir uns gegen 6.30 Uhr auf den Weg ins Vejle Tal. Refsgård sollte das Ziel unseres heutigen Tages sein. In der Vollmondnacht fielen die Temperaturen auf -3 Grad. Auf eisigen und rutschigen Straßen machten wir uns auf den Weg Richtung Süden. Knapp eine Stunde brauchten wir für die gut 45 km, auch weil es teilweise so nebelig war, dass die Sichtweite unter fünf Meter fiel. Für den Tag waren Temperaturen von 8 Grad und ein strahlend blauer Himmel vorausgesagt.

Gegen 7.30 erreichten wir die mir völlig unbekannte Anlage. Nachdem wir geparkt hatten verschafften wir uns einen Überblick. Neben einer sehr gepflegten Toilette erwartete uns auch ein beheizter Bezahlraum. Vor kurzem wurde in dieser Anlage zweimal innerhalb von kurzer Zeit eingebrochen. Wenig später stand der Besitzer bei uns. Wir stellten uns vor und so kamen wir ins Gespräch.

Gute Platzwahl und die richtige Technik bringen Fisch. Insgesamt wurden 12 Fische zum Landgang überredet.

Gute Platzwahl & richtige Technik = Fisch

Gegen 8.00 Uhr wählten wir im linken Teil des größeren Sees unseren Platz. Durch diese Platzwahl hatten wir jederzeit die Möglichkeit den zweiten kleineren See zu erreichen, der nur wenige Fußschritte entfernt war.

Bei dem Tackle wählten wir die gleiche Variante wie am Vortag. Ein passives System legten wir Ufer nah auf Grund aus, und ließen das Powerbait als Köder etwa 60 cm auftreiben.

Die anderen beiden Ruten fischten wir aktiv am UL Gerät.

Was soll ich sagen: Mein erster Wurf brachte sofort den ersten Biss und kurze Zeit später lag die 1,5 kg Forelle im Kescher.

Kaum hatte ich den Fisch abgestochen da jaulte auch schon die Bremse der Grundrute. Die 2,5 kg Trutte erwies sich als äußert kampfstark lag aber auch nach einigen Minuten im Kescher.

Ein Auftakt nach Maß.

Kaum lag die Grundrute wieder im Wasser schnellte der Bissanzeiger erneut nach oben. Durch die Laufbleimontage nahm der Fisch reichlich Schnur und ergriff die Flucht. Bremse zu, Anschlag… Boom, hängt. Eine kampfstarke Flucht leitete den minutenlangen Drill ein ehe der gut 3 kg schwere Fisch im Kescher lag.

Das artet ja richtig in Stress aus dachte ich mir. Pause, Kaffee und erstmal ’ne Erfolgszigarette nachdem die Grundrute erneut im Wasser war. Kaum hatte ich die Zigarette entsorgt und meine Spoonrute in der Hand jaulte die Bremse der Grundrute erneut.

Diesmal sollte mein Partner den Fisch nehmen. Etwas unsicher im Drill und in der Handhabung der Bremse konnte er aber mit meiner Unterstützung unseren vierten Fisch aufs Ufer legen.

Die anderen Angler, die mittlerweile am gegenüberliegenden Teil des Sees eingetroffen waren staunten nicht schlecht.

Einige Minuten später landete ich mit der UL Rute den nächsten Fisch.

In den nächsten zwei Stunden passierte nichts. Der Nebel hielt sich hartnäckig im Tal über der Anlage.

Platz- und Taktikwechsel


Köderwechsel: Praesten und Mush Durchlaufblinker im Wechsel auf der einen Rute, Hammeren und Bulldog auf der anderen. Platzwechsel mit der Spinnrute. Nichts passierte. Plötzlich sah ich die die krumme Spinnrute meines Partners, die sich in ihrer vollen Aktion bog. „Das ist ein Kracher“, rief ich ihm zu. Er drillte und drillte und bemerkte leider nicht, dass er zu wenig Druck auf den Fisch ausübte.

Kurze Zeit später schlitzte der Fisch aus. Einen weiteren Biss konnten wir nicht verwerten.

Ich wechselte mit der UL Rute rüber zum kleinen See. Das Wasser war kristallklar und ich konnte einige Fische kurz unterhalb der Wasseroberfläche ausmachen.

Schließlich nahm ein Fisch meinen orangefarbenen Koketa in 2 gr.

Einige Zeit passierte nichts. Zwischenzeitlich fing mein Partner selbständig an mit den Spoons zu experimentieren. Ein größerer Spoon aus der Kevin Eikamp Lachskollektion hatte es ihm angetan.

Kurze Zeit später drillte er erfolgreich einen Fisch.

Nur wenige Würfe später rief er erneut „Fisch“. Er war mittlerweile so geübt mit der Spoonrute, dass er den Fisch selber landen wollte. Leider verlor er ihn unmittelbar bei keschern. „Egal“ sagte ich, „dem Fisch eine Chance, muss die Devise lauten“.

Scheinbar lag er mit seiner Spoon – und Platzwahl goldrichtig, denn nur kurze Zeit später lag ein schöner, 2 kg schwerer Saibling im Kescher.

Nach einer 20-minütigen Pause fischten wir weiter.

Erneut war es Karsten, der erfolgreich war, bevor ich kurze Zeit später am kleinen See ebenfalls erfolgreich war, diesmal mit einem Forest Miu.

Die Zeit ab Mittag verfiel deutlich ruhiger. An der Grundrute passierte nichts mehr, trotz mehrfacher Versuche in unterschiedlichen Tiefen.

Andere Fischerkameraden wanderten mit unterschiedlichen Montagen immer wieder um die Seen, ob mit Sbirolino oder Durchlaufblinker, die Erfolge blieben aus.

Gegen 14.30 Uhr packten wir ein. Insgesamt konnten wir 12 Fische zum Landgang überreden. Die schwerste Forelle des Tages von 3,5 kg konnte ich mit einem Spoon fangen. Die kleinste hatte gut ein Kilo. Ein Besatz erfolgte an diesem Tag nicht.

Ein erfolgreicher Tag fand sein Ende, als ich zum beheizten Schlachthaus ging. Hier warteten nicht nur zwei Ausweidebecken auf mich, sondern sogar fließend warmes und kaltes Wasser, unglaublich!

 

Die 12 Fische hatten ein Gesamtgewicht von 25 kg. Auffallend war, dass bis auf eine Forelle alle steril und frei von Rogen waren. Später beim filetieren stellte ich zudem fest, dass die Fische nur sehr wenig Fett besaßen.

Hochzufrieden mit schwerem Gepäck traten wir die Heimreise an und erreichten unser Feriendomizil erneut erst im Dunkeln.

Zu den anschließenden Steaks und Spareribs vom Grill gönnten wir uns neben einigen Flaschen Gerstensaft auch eine Kombination aus schwarzem Tee und Gin.

„Hauptsache draußen am Wasser“


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3. Dezember 2019 / 1 Comment / by / in

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