Dänemark Tour im Frühsommer 2020 – Teil II

Dänemark Tour im Frühsommer 2020 – Teil II

Angeln im Frühsommer in Dänemark – Teil 2 

17. / 18.Juni

Nachdem am Dienstagabend mein Vater und der Angelrookie Karsten, der bei mir im November letzten Jahres seine 4-tägige „Ultralightfishing-Grundausbildung“ durchlaufen hatte, bei uns im Haus eintrafen, erfolgte zuerst einmal eine freudige Begrüßung. Neben feinsten Stilkoteletts und Spareribs satt durfte das eisgekühlte Astra aus der Dose in dieser geselligen Runde nicht fehlen.

Das „Team der Generationen“ war somit komplett und alle fieberten dem nächsten Morgen entgegen.

Ein kleiner Wettbewerb wurde kreiert: Derjenige, der den schwersten Fisch fängt, bekommt den Jackpot. Jens erwies sich als wahrer Künstler, wenn es um das Mixen von Londdrinks ging. Selbst Minze Blätter und Limetten durften in seinem Repertoire nicht fehlen. ☺ 

Nebenbei wurde der Plan für den nächsten Tag geschmiedet. Ziel war zum zweiten Mal nach unserer Anreise Lovtrup Fiskesø. Um 3.30 Uhr sollte am nächsten Morgen Abfahrt sein, so dass die Nacht sehr kurz wurde.

Erster offizieller Angeltag: fünf Angler – ein Ziel

Geplant getan. Quasi mit Sonnenaufgang erreichten um 4.00 Uhr wir den See in Lovtrup.

Fünf Angler ein Ziel: Jeder wollte den ersten Fisch fangen. 

Schon im dritten Wurf schlug Karsten, der Rookie, zu. Eine Trutte hatte seinen orange/grünen Dohna eingeatmet.

Kurze Zeit später war seine Rute erneut krumm und geschickt drillte er auch diesen Fisch aus, bevor die 1,8 kg schwere Forellenlady im Kescher lag.

Dann war Jens an der der Reihe. Der Fisch lieferte einen harten Drill. Die Fluchten nahmen scheinbar kein Ende, aber schließlich lag auch dieser Fisch, der dem Sabiru nicht wiederstehen konnte, im Kescher.

Nur kurze Zeit später drillte Jens erfolgreich den nächsten Fisch.

Nach nur etwa 45 Min lagen vier schöne Lachse in der großen Kühlbox.

Dann war es wieder Karsten der mittlerweile routiniert mit meiner Taiwalk hantierte und die Bremse der Vanquish zum Glühen brachte.

In der Folge war es Jens, der extrem viel mit den Mush Durchlaufblinkern experimentierte, bis er den Richtigen fand. Bei wolkenlosem Himmel war es ein kupferfarbener, der die Trutten wiederholt zum Landgang überredete.

Einzig mein Vater blieb bis zum Mittag mit seiner Wasserkugelmontage ohne Erfolg.

Als wir die Kühlbox öffneten zählten wir 17 Fische. 

Jens hatte sich mit einem 2,3 Kg schweren Fisch an die Spitze der internen Rangliste gesetzt.

Fisch vs. Angler 1:0

Der „Release des Jahres“ führte bei der Gruppe vor Lachen zu Bauschmerzen. Ich kescherte sicher einen Fisch von Karsten. Dieser wurde in vermeintlich sicherer Entfernung zum Wasser abgelegt. Den Dohna hatte sich der Fisch schon entledigt. 

Als ich zwei Meter nach rechts ging, um nach dem Betäuber zu greifen erkannte der Fisch seine Chance. Mit heftigen Schlägen bewegte sich die Trutte im abschüssigen Uferrand Richtung Wasser. Ich erkannte sofort den Fluchtversuch um im gleichen Augenblick komplett das Gleichgewicht so zu verlieren, dass ich der Länge nach hinschlug. Der Fisch nutze erneut die Gelegenheit um seine Flucht fortzusetzten. Mit zwei heftigen Schlägen erreichte er das Wasser. Nachdem ich mich blitzartig aufgerichtet hatte, um nach dem Fisch zu greifen, winkte dieser nur noch einmal und schwamm fort. Ich stand bis zu den Waden im Wasser und konnte es nicht glauben. Auch der Blick von Karsten sprach Bände…☺

Hochzufrieden traten wir gegen Mittag die Rückreise an. Im Haus wartete viel Arbeit, denn 17 Fische wollen erstmal verarbeitet, filetiert und vakuumiert werden.

Auch dieser Abend wurde lang und die Nacht verdammt kurz. Um 1.30 Uhr sollten die Wecker klingeln. Ziel sollte der 160 km entfernte Tusaagaard Put & Take sein.

Zweiter Angeltag: Tusaagaard Put & Take

Besonders unsere Väter freuten sich auf die Anlage, auch Jens und Karsten waren noch nie da.

Sie wurden nicht enttäuscht, denn Tusaagaard Put & Take ist wie alle hinterher sagten eine der besten Anlagen in Dänemark die uns bekannt sind. Hier stimmt nahezu alles.

Gesagt getan, um 4.15 Uhr erreichten wir die Anlage im Tal der Karup in Mitteljütland.

Das Ziel des Tages war ein Großfisch jenseits der 5 kg Marke zu fangen.

Angekommen am Wasser merkte man sogleich, dass im See 1 reichlich Bewegung im Wasser ist. Die Fische zeigten sich an der Oberfläche. Schon die ersten Würfe brachten die ersten zaghaften Bisse. Kurze Zeit später drillte Jens den ersten Fisch. Karsten folgte kurz da drauf.

Auch mein erster Fisch ließ nicht lange auf sich warten und die Trutte mit ihren 2,8 kg brachte mir die Führung in der Gesamtwertung ein.

Ob Durchlaufblinker oder Spoon, die Fische bissen vermehrt sehr vorsichtig.

Im Laufe der Angelzeit erlebten wir alle reichlich Aussteiger.

Zwischendurch zog es uns einzeln immer wieder an den Großfischteich.

Gegen 09.00 Uhr drillte Heinz eine 5 kg. Das Kuriosum war, dass er mit beiden Füßen dabei im Wasser stand.

Etwa eine Stunde später verlor Jens die Forelle seines Lebens. Geschätzt 8 kg hatte die Lady, die sich nach etwa 30-minütigen Drill unmittelbar beim Keschern verabschiedet hatte. Es bewahrheitete sich mal wieder, dass der Favorit-Arena Kescher nicht sehr Dänemark-tauglich ist, wenn mit Großfischen zu rechnen ist.

Insgesamt war es ein toller Tag in Tussa an dem die Temperaturen noch immer deutlich über 25 Grad lagen. 12 Fische konnten wir verpacken, darunter eine 5 kg Lady, sowie eine Tigerforelle.

Für die Rückfahrt benötigen wir gut zwei Stunden. Da für den nächsten Tag ein Temperatursturz und Dauerregen angesagt war, saßen wir gemeinsam bis tief in die Nacht und ließen den Tag Revue passieren. Diesmal sollte neben dem bereits bekannten eisgekühlten Dosenbier eine amerikanische Whiskeymarke unser nächtlicher Begleiter sein.

„Hauptsache draußen am Wasser“

11. Juli 2020 / by / in

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